Fangmethode Flyshoot Snurrewadenfischerei

Flyshoot

Flyshoot ist eine Fangtechnik, die ihren Ursprung in der dänischen Snurrewadenfischerei hat und später unter anderem in Schottland und den Niederlanden weiterentwickelt wurde. Bei dieser Methode werden lange Leinen auf dem Meeresboden ausgelegt, an denen ein Netz befestigt ist. Die Leinen werden anschließend langsam eingeholt. Durch die Bewegung über den Boden entstehen leichte Staubwolken und Bewegungsreize, die Fische in Richtung Netz treiben.

Im Vergleich zu schweren Grundschleppnetzen arbeitet Flyshoot mit einem anderen Prinzip. Das Netz wird nicht dauerhaft mit großer Kraft über den Meeresboden gezogen, sondern die Fische werden durch die Leinen in Richtung Fangnetz gelenkt. Dadurch ist die Methode, abhängig von Fanggebiet, Bodenbeschaffenheit und Ausführung, schonender als andere grundberührende Fangmethoden. Wie bei jeder Fischerei hängt die Bewertung jedoch stark von der konkreten Umsetzung ab.

Flyshoot wird vor allem tagsüber eingesetzt, da die Fische auf die Bewegung und die aufgewirbelten Sedimente reagieren. Typische Arten, die mit dieser Methode gefangen werden, sind zum Beispiel Meerbarbe, Knurrhahn, Tintenfisch und weitere bodennahe Arten. Für die Qualität ist entscheidend, dass die Fangreisen kurz sind, die Fische an Bord schnell sortiert und direkt gekühlt werden.

Besonders bei Tagesbooten aus den Niederlanden bietet Flyshoot eine interessante Fangmethode für frischen Fisch. Die Ware wird zügig angelandet und ist dadurch für Handel und Gastronomie attraktiv, wenn Frische, Verfügbarkeit und transparente Herkunft im Vordergrund stehen.